Re: Handy-Tagesschau, HDTV, Internet, Grundverschlüsselung … - ARD-Digitalstrategie: Handy-Tagesschau a…


> In einem bestimmten Masse sehe ich auch Unterhaltung zur
> Grundversorgung.
> Die Bildzeitung ist ja nicht nur aufgrund der “Nackten” auf Seite 2
> und des wenigen Textes die Meistgelesene, ein Teil ihres Erfolgs
> macht auch der Preis.
Das stimmt, es ist aber auch keiner verpflichtet sie zu kaufen. Das
ist der Vorteil.
> Denn egal ob FAZ, Wiesbadener Kurier oder das lokale Tagblatt eines
> Provinznestes, alle Tageszeitungen sind teurer. Und angesichts des
> immer stärker werdenden Lohnabbaus und der immer mehr werdenden
> Arbeitslosen und Harz-Empfänger wird auch die Ausgabe für eine
> Zeitung (oder TV-Programm) budgetabhängig. Wobei man bei der Zeitung
> häufig noch auf das bereits gelesene Exemplar des Nachbarn
> zurückgreifen kann - was vielfach auch gemacht wird.
> Somit wäre für manchen Rentner am Sozialen Minimum Unterhaltung wie
> Grandprix der Volksmusik nicht mehr bezahlbar, genausowenig wie für
> eine studierte im dritten Praktikum ohne finanzieller Entschädigung
> das Robbie Williamskonzert, von Arbeitslose und 400
> Euro-Vollzeitkräften ganz zu schweigen oder den Arbeiter mit
> Migrationshintergrund.
Jein. Ich sehe die GEZ Abgaben, die demnächst wohl bei 20 Euro liegen
werden (die nächste Erhöhung ist ja schon in der Pipeline),
zusammengesetzt aus vielen Komponenten. Die Nachrichten und Bildung
stellen da einen kleinen Anteil und jede andere Komponente sei es
Soap, oder Volksmusik oder … auch. Das heißt aber, dass jedes
Klientel auch für die anderen Gruppen bezahlt. Wenn jemand Volksmusik
gucken will, dann nimmt er das Paket Grundversorgung Volksmusik,
das kann allenfalls billiger sein als jetzt. Wenn er natürlich alles
haben will, dann soll er auch für alles bezahlen. Geht im Laden auch
nicht anders. Abgesehen davon, dass man die GEZ bei der echten
Grundversorgung einsparen könnte, weil dann jeder über die Steuer
zahlen könnte (nein, ich glaube nicht, dass der ÖRF staatlich
unabhängig ist - schließlich sitzen mind. 30% Politik drin und das
hat man bei brisanten Themen wie Softwarepatente oder
Vorratsdatenspeicherung zur Genüge nicht gesehen).
Nach der GEZ könnte ich auch für ne Waschmaschine mit Internet über
Steckdose bezahlen. Und das sehe ich nicht ein. Auch für den
öffentlichen Rundfunk gilt, dass man sparen kann und auch hier gibt
es Grenzen.
> Zur Grundversorgung gehören Nachrichten, Bildung, Information aber
> auch Unterhaltung für jeden, entsprechend des potentiell
> Angesprochenen und einigermassen auf dessen Sehgewohnheiten
> abgestimmt. Und das ist bei den ÖR einigermassen gegeben.
So lange ich für einen PC die Unterhaltung bezahlen muß, die ich noch
nicht mal gucken kann und will, ist das nicht gegeben.

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